Bundesamt für Bevölkerungsschutz Krieg: Tipps & Checkliste
Leon Florian Hoffmann Weber • 2026-05-02 • Gepruft von Elias Hoffmann
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat 2024 erstmals seit 35 Jahren offen vor Krieg als möglicher Bedrohung gewarnt – und empfiehlt jedem Haushalt, sich auf mindestens 10 Tage Selbstversorgung vorzubereiten. Die offiziellen BBK-Checklisten zeigen konkret, welche Vorräte, Schutzmaßnahmen und Ausrüstung dafür nötig sind.
Erste Kriegswarnung seit: 35 Jahren · Empfohlene Vorräte für: 10 Tage · Säulen des Bevölkerungsschutzes: 4 · Offizielle Quelle: BBK.bund.de · Ratgeber verfügbar als: PDF und Broschüre
Spezifische Anpassungen für direkte Kriegsszenarien über allgemeine Krisen hinaus
Exakte Veröffentlichungsdaten der PDF-Versionen (v=42, v=17)
Vergleichbare Empfehlungen anderer EU-Länder im Detail
3Zeitleisten-Signal
BBK gegründet 2004, erste offene Kriegswarnung 2024
35 Jahre ohne Kriegswarnung – Jetzt Priorisierung der Vorsorge
4Wie es weitergeht
Zunehmende Integration in kommunale Notfallpläne (Kreis Segeberg)
Checklisten werden von Kreisen übernommen (z.B. Kreis Segeberg)
Label
Wert
Behörde
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
Ratgeber
Vorsorgen für Krisen und Katastrophen
PDF verfügbar
BBK Checkliste kostenlos
Letzte Warnung
Krieg nicht mehr ausgeschlossen (2025)
Gründungsjahr BBK
2004
Kalorienbedarf 10-Tage-Vorrat
2.200 kcal/Tag pro Person
Fette und Öle (10 Tage)
0,357 kg pro Person
Checkliste PDF Größe
393 KB
Ratgeber PDF Größe
7 MB
Was benötige ich, wenn Krieg ausbricht?
Das BBK legt klare Prioritäten fest: Wer sich auf eine Krise vorbereitet, sollte bei Wasser und Nahrung beginnen – und schrittweise aufbauen. Die Behörde empfiehlt als Mindestmaß einen 3-Tage-Vorrat, idealerweise jedoch 10 Tage vollständige Selbstversorgung. Im Kriegsfall könnten Versorgungsketten unterbrochen sein, Logistikwege blockiert und Kommunikationsnetze überlastet – weshalb Eigenversorgung keine Panik, sondern kalkulierte Vorsorge darstellt.
Grundausstattung für den Haushalt
Notgepäck mit warmer Kleidung, festen Schuhen, Wechselwäsche
Das BBK betont: Jede Vorbereitung ist wertvoll – auch schrittweises Anlegen von Vorräten bei jedem normalen Einkauf macht einen Unterschied. Teilt Eure Vorräte mit Nachbarn, die weniger vorbereitet sind.
Wasser und Lebensmittelreserve
Wasser steht an erster Stelle: Pro Person und Tag empfiehlt das BBK 2 Liter, umgerechnet auf 10 Tage also 20 Liter pro Kopf. Für eine Familie mit vier Personen sind das 80 Liter – ein Volumen, das in Kanistern oder Kunststoffflaschen im Keller oder in der Speisekammer lagern sollte.
Für Nahrung gelten folgende Richtwerte aus den BBK-basierten Checklisten, berechnet auf 10 Tage pro Person:
Getreideprodukte (Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis): 3,5 kg
Fette und Öle: ca. 0,357 kg
Zucker und Süßigkeiten: zusätzlich empfohlen für Moral und Energie
Milchprodukte: Haltbare Varianten bevorzugen
Futter für Haustiere: nicht vergessen
BBK via Kreis Segeberg: „Ihr Ziel muss es sein, 10 Tage ohne Einkaufen überstehen zu können.”
Medikamente und Hygiene
Medikamentenplan und Vorrat an regelmäßig benötigten Medikamenten
Einweggeschirr, Müllbeutel, Campingtoilette als Reserve
Seife, Einweghandtücher, Haushaltspapier
Die Konsequenz
Was viele unterschätzen: Im Krisenfall fallen nicht nur Lebensmittel weg, sondern auch die Infrastruktur für Hygiene. Toilettenpapier, Seife und Müllbeutel stehen auf der BBK-Checkliste, weil sie bei unterbrochener Wasserversorgung oder überlasteter Abfallentsorgung schnell knapp werden.
Fazit: Ohne 20 Liter Wasser pro Person und 3,5 kg Getreide pro Kopf bleibt die Eigenversorgung lückenhaft – das BBK definiert diese Mengen als Minimum für 10 Tage.
Welche Vorräte empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz?
Das BBK stellt zwei zentrale PDF-Dokumente bereit, die detaillierte Angaben enthalten: den Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen” (7 MB) und die kompakte Checkliste (393 KB). Beide sind barrierefrei und kostenlos herunterladbar auf BBK.bund.de. Die darin enthaltenen Empfehlungen basieren auf Kalorienberechnungen – ein 10-Tage-Vorrat soll etwa 2.200 kcal pro Tag und Person abdecken.
Lebensmittel mit langer Haltbarkeit
Die BBK-Empfehlung fokussiert sich auf Lebensmittel, die ohne Kühlung monatelang haltbar bleiben. Dazu gehören:
Konserven und Gläschen (Gemüse, Obst, Eintöpfe)
Getrocknete Nudeln, Reis, Haferflocken
Zwieback, Knäckebrot, Cracker
Gemüsekonserven, Obstkonserven
Instant-Suppen und Fertiggerichte
Getränke und Wasser
Abgesehen vom fest eingeplanten Trinkwasser (20 Liter/Person für 10 Tage) empfehlen die BBK-Checklisten auch Getränke wie Fruchtsaft (lange haltbar, zusätzliche Vitamine) und bei Bedarf Trinkwasserentkeimungstabletten für Notfälle, in denen die Wasserversorgung unsicher ist. Eine Campingkocher-Alternative mit Brennstoffvorrat ermöglicht auch ohne Strom warmes Essen und Getränke.
Weitere Essentials
Alternative Heizmöglichkeit: Gasheizer oder andere netzunabhängige Wärmequellen
Wasserbehälter für Brauchwasser (Löschen, Hygiene)
Kerzen und Streichhölzer (Licht bei Stromausfall)
Taschenlampe, Ersatzbatterien
Ressource
Wer genau berechnen möchte, wie viel Vorrat der eigene Haushalt braucht, nutzt den kostenlosen Vorratskalkulator auf Ernährungsvorsorge.de. Dort lassen sich Personenzahl, Verpflegungsart und Lagerkapazitäten eingeben.
Fazit: Wer mit dem BBK-Vorratskalkulator die eigenen Kalorien- und Wassermengen durchrechnet, vermeidet Engpässe – die 2.200 kcal/Tag/Person sind berechnet, nicht geschätzt.
Wie schütze ich mich im Kriegsfall?
Der Selbstschutz beginnt im eigenen Zuhause. Das BBK unterscheidet zwischen Schutzmaßnahmen innerhalb der Wohnung oder des Hauses, Evakuierungsplanung und der Nutzung technischer Warnsysteme. Dabei gilt: Je früher die Vorbereitung, desto wirksamer der Schutz.
Schutz im Haus
Schutzhelm und schwere Handschuhe griffbereit halten
FFP2-Masken für Rauch und Staub
Mindestens ein Raum als Schutzraum nutzen: Innenräume, möglichst ohne Fenster oder mit wenig Glas
Schwere Möbel als Barriere nutzen, falls erforderlich
Evakuierung und Fluchtwege
Sollte Evakuierung notwendig sein, ist das Notgepäck innerhalb von Minuten griffbereit. Im BBK-Ratgeber (ab Seite 32) sind die empfohlenen Schritte detailliert beschrieben. Familien sollten einen Familiennotfallplan erstellen: Treffpunkt außerhalb der Wohnung, Kontaktnummern aller Familienmitglieder, Notfallkontakt außerhalb der Region.
Festgelegter Treffpunkt außerhalb der Wohnung
Notfallkontakt außerhalb der Region (z.B. Verwandte in anderem Bundesland)
Sammlung von Dokumenten in dokumentenechter Mappe
Schlüssel für Fahrzeuge und Wohnung griffbereit
Warnsysteme nutzen
Das BBK empfiehlt die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App), die bei bundesweiten Warnungen Push-Nachrichten sendet. Zusätzlich sollten Haushalte ein netzunabhängiges Radio (Solar oder Kurbel) besitzen, da Strom- und Internetausfälle die App-Nutzung einschränken können. Die App NINA wird ergänzt durch den modularem Warnungsmix: Sirenen, Rundfunkdurchsagen, Warn-SMS und soziale Medien.
Fazit: Ohne vorbereiteten Evakuierungsplan und funktionierende Warn-App NINA bleibt Selbstschutz im Kriegsfall reines Zufallsergebnis – das BBK definiert diese Infrastruktur als Pflichtvorbereitung.
Was machen, wenn in Deutschland Krieg ausbricht?
Die konkreten Anweisungen des BBK für den Kriegsfall folgen einer klaren Hierarchie: Erst die eigene Vorbereitung, dann der Kontakt zum Bevölkerungsschutz, dann die Familienabsprache. Die Behörde empfiehlt, nicht auf Anweisungen von oben zu warten, sondern proaktiv vorzusorgen.
Erste Schritte
10-Tage-Vorräte nutzen, nicht in Panik verbrauchen
Der Bevölkerungsschutz ist über die lokalen Katastrophenschutzbehörden erreichbar. In vielen Kommunen gibt es THW-Ortsverbände, Freiwillige Feuerwehren und das Deutsche Rote Kreuz mit geschulten Helfern. Das BBK empfiehlt, sich vorab über die lokalen Anlaufstellen zu informieren – nicht erst im Ernstfall.
Familienplan erstellen
Ein Familiennotfallplan ist nicht kompliziert, muss aber vor einer Krise stehen. Folgende Punkte sollten dokumentiert sein: Um sich optimal vorzubereiten, empfiehlt das BBK, sich über lokale Anlaufstellen zu informieren, und Sie können Mehr lesen uber latest reportinfo.cz für weitere Details.
Treffpunkt bei getrennter Evakuierung
Notfallkontakt außerhalb der Region
Wo sind medizinische Unterlagen, wo ist die Dokumentenmappe?
Wer versorgt Haustiere, wenn Eltern nicht können?
Kinder: Schulplan, Hort-Notfallkontakte
Die Perspektive
Was das BBK betont: Der Staat kann im Krisenfall nicht alles übernehmen – der Selbstschutz der Bürger ist die erste Verteidigungslinie. Deshalb fordert die Behörde seit 2004 konsequent zum Aufbau privater Vorräte und Notfallausrüstung auf.
Fazit: Wer eigene Vorräte nutzt, Nachbarschaftshilfe organisiert und über lokale Bevölkerungsschutz-Strukturen informiert bleibt, übersteht die erste kritische Phase selbst – staatliche Hilfe kommt später.
Welche sind die 4 Säulen des Bevölkerungsschutzes?
Der Bevölkerungsschutz in Deutschland basiert auf vier Grundpfeilern, die das BBK und das Bundesinnenministerium seit Jahren als Standard definieren. Diese Struktur ermöglicht koordinierte Hilfe bei Katastrophen und – neu seit 2024 – auch bei bewaffneten Konflikten.
Warnung
Sirenen (landes- und bundesweite Testtage)
Warn-App NINA
Rundfunkdurchsagen
Warn-SMS (Cell Broadcast)
Soziale Medien und Behördenkanäle
Unterkunft
Gemeinschaftsunterkünfte
Schutzräume (historisch aus Bombenschutz)
Private Schutzmöglichkeiten (Keller, Innenräume)
Zeltstädte und Notunterkünfte
Versorgung
Lebensmittelverteilung
Wasserversorgung (Trinkwasser, Brauchwasser)
Energie (Notstromaggregate, Gas)
Logistik und Transport
Medizinische Hilfe
Erste Hilfe durch geschulte Helfer
Rettungsdienst und Katastrophenschutz
Feldlazarett-Kapazitäten
Medikamentenverteilung
Die vier Säulen funktionieren nur, wenn Bürger selbst vorbereitet sind. Das BBK formuliert es unmissverständlich: Jede private Vorsorge entlastet das System und ermöglicht gezieltere Hilfe für jene, die sich nicht selbst versorgen können.
BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen”: „Grundsätzlich gilt: Sie sollten sich für möglichst zehn Tage selbst versorgen können.”
Die Säulen im Vergleich
Die staatlichen Kapazitäten verteilen sich auf unterschiedliche Behörden: Kommunen kümmern sich um lokale Unterkünfte, das THW organisiert Logistik, das Deutsche Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen übernehmen medizinische Hilfe und Versorgung.
Säule
Private Vorbereitung
Staatliche Kapazität
Warnung
NINA-App, Radio
Sirenen, Cell Broadcast, Behörden-Apps
Unterkunft
Schutzhelm, Keller
Gemeinschaftsunterkünfte, Schutzräume
Versorgung
10-Tage-Vorrat
Verteilzentren, Wasserlieferungen
Medizin
Erste-Hilfe-Set
Rettungsdienst, Feldlazarette
Fazit: Die vier Säulen – Warnung, Unterkunft, Versorgung, Gesundheit – bleiben leer, wenn Bürger nicht selbst 10 Tage Eigenversorgung sicherstellen; staatliche Kapazitäten greifen erst, wenn private Vorbereitung an ihre Grenzen stößt.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz ergänzt seine Krieg-Checkliste durch verifizierte BBK-Fakten auf YouTubeverifizierte BBK-Fakten auf YouTube, die praktische Krisentipps vertiefen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Lebensmittel sind am längsten haltbar?
Das BBK empfiehlt Lebensmittel mit langer Haltbarkeit wie Konserven, getrocknete Nudeln, Reis, Zwieback und Instant-Suppen. Trockene Lebensmittel in kühlen, dunklen Räumen halten oft 2–5 Jahre. Wichtig: Regelmäßig prüfen und Verbrauchsdaten notieren.
Wie lange Vorräte anlegen?
Das BBK empfiehlt schrittweise Bevorratung: Bei jedem normalen Einkauf ein paar Artikel mehr kaufen und lagern. So entsteht ohne große Anfangsinvestition ein 10-Tage-Vorrat. Der Vorratskalkulator auf Ernährungsvorsorge.de hilft bei der Berechnung des persönlichen Bedarfs.
Was ist in der BBK-Broschüre?
Der Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen” (7 MB, ab Seite 32) enthält detaillierte Checklisten für: Grundausstattung, Notgepäck, Wasser- und Lebensmittelreserve, Hygiene, Heizung bei Stromausfall, Dokumentensicherung und Familiennotfallplan.
Wie Notvorrat PDF herunterladen?
Die BBK-Checkliste (393 KB) und der Ratgeber (7 MB) sind auf BBK.bund.de verfügbar. Beide Dokumente sind barrierefrei und kostenlos. Die Checkliste ist auch über kommunale Portale wie Kreis Segeberg abrufbar.
Warum warnt der Bevölkerungsschutz vor Krieg?
Seit 2024 spricht das BBK offen über Krieg als mögliche Bedrohung. Die erste derartige Warnung seit 35 Jahren markiert einen Paradigmenwechsel: Die Behörde rät allen Bürgern, sich auf mindestens 10 Tage Selbstversorgung vorzubereiten – auch als Vorbereitung auf bewaffnete Konflikte.
Ausrüstung für Notlagen – was bietet das ASB?
Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) bietet in vielen Regionen Notfallausrüstung und Schulungen zum Thema Vorsorge an. Kontaktstellen finden sich auf den jeweiligen Landesverbands-Webseiten oder direkt beim BBK.
Essenreserve – wo gibt es regionale Tipps?
Neben dem BBK bieten Kommunen eigene Checklisten: Potsdam (basierend auf BBK, mit Kalorienangaben), Kreis Segeberg (direkte BBK-Übernahme), und das Auswärtige Amt über Auslandsvertretungen (empfiehlt 14 Tage statt 10).
Das BBK hat seit 2004 konsequent zur Notfallvorsorge aufgerufen – doch erst seit 2024 spricht die Behörde offen über bewaffnete Konflikte als realistische Bedrohungslage. Für Verbraucher in Deutschland bedeutet das eine klare Botschaft: Wer sich jetzt vorbereitet, schafft nicht nur Rückhalt für die eigene Familie, sondern entlastet auch ein Bevölkerungsschutzsystem, das im Ernstfall auf jeden Einzelnen zählt.